LIDO Berlin präsentiert:

LA VELA PUERCA

"Piel y Hueso Tour 2012"
+ DER FALL BÖSE

Mi  20.06.
Doors: 20:00h / Start: 21:00h
Konzert
  • Vorverkauf: 15.- € zzgl. Vvkgeb.
  • Abendkasse: 19.- €
Tickets

LA VELA PUERCA

Es gibt Karrieren da scheint jeder Schritt bis ins kleinste Detail geplant zu sein und dann gibt es wiederum Karrieren bei denen schon das Wort Karriere nicht so recht ins Bild passen will. LA VELA PUERCA aus Uruguay scheinen wohl eher zur letzterer Kategorie zu gehören. Ihre Biografie liest sich als wäre in den letzten 17 Jahren einfach passiert was passieren musste.

So spielt bereits das erste Konzert der Band, welches am 24.12.1995 vor der Bar eines Freundes auf der Straße Montevideos stattfindet, eine so ungeheure Schlüsselfunktion, dass man glauben mag im Nachhinein hätte sich jemand die Geschichte schön geschrieben. Bereits der erste Mittschnitt des Konzertes wird in einer heimlichen Mission von Enano, an der Band vorbei, zu einem nationalen Fernsehsender geschickt, um sich bei einem Bandwettbewerb zu bewerben. Der Mitschnitt wird zum Sieger und LA VELA PUERCA mit einem Plattenvertrag gekürt, der die Band ohne Umwege zu ihrem Debütalbum bringt und welches in ku?rzester Zeit mit Gold prämiert wird.

Zwischenzeitlich wird der mehrfache Oscar-Gewinner Gustavo Santaolalla auf die zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreichste Band Uruguays aufmerksam und nimmt sie für sein erfolgreiches Label Surco (u.a. Molotov, Bajofondo Tangoclub) unter Vertrag. Woraufhin eine neu gemischte Version des Debu?talbums in ganz Lateinamerika und in Spanien veröffentlicht wird. 2001 erscheint das zweite Album „De Bichos Y Flores“ mit dem die Band sich noch weiter nach oben spielt. Obwohl LA VELA PUERCA bereits mit ihrem Debutalbum den Thron erklommen hatten, stellen sie mit jedem neuen Konzert einen weiteren Besucherrekord in Montevideo auf. Aber die Band spielt nicht nur in ihrer Heimatstadt, die Tourneen gehen durchs ganze Land und auch in Argentinien werden die ersten Konzerte gegeben.

Nachdem sie mit 15.000 Besuchern eine weitere Superlative des uruguayischen Rocks aufstellen, in Buenos Aires eine 1.500 Kapazität ausverkaufen und in Deutschland beide CDs von der Universal veröffentlicht werden, eröffnet sich durch einen Zufall die nächste unverhoffte Möglichkeit: Eine komplette Tour durch Europa! 56 Konzerte, 7 Länder, 63 Tage. Das der Hauptteil dieser Tour sie durch deutsche Clubs führt, ist für die Band ein Rätsel. Denn wer soll hier denn die Musik verstehen, in einem Land in dem die spanischen Texte wie kauderwelsch wirken. Texte die sie zum Verständnis der Musik als unumgänglich sehen. Bereits bei dem ersten Konzert der Tour in Gütersloh werden sie eines besseren belehrt. Vom ersten Ton an tanzt und feiert das Publikum ausgelassen. Auf Bandseiten kann man die Verwunderung, aber auch die Erleichterung spüren.

Im Folgejahr werden LA VELA PUERCA dann überraschenderweise von DIE ÄRZTE eingeladen, um elf Konzerte gemeinsam zu bestreiten. Insgesamt spielen sie erneut 50 Konzerte. Vor allem durch die unglaublichen Resonanzen auf den Konzerten mit den DIE ÄRZTE vergrößert sich die Freundesschar von LA VELA PUERCA um ein vielfaches. Es versteht sich von selbst, dass die Einladung von den DIE ÄRZTE nicht einfach so unbeantwortet bleibt, so dass die erfolgreichste Band Uruguays eine der erfolgreichsten deutschen Bands einladen, um gemeinsam sechs Konzerte in Uruguay und Argentinien zu spielen. Neben zwei komplett ausverkauften Konzerten in Buenos Aires mit jeweils 4.000 Besuchern, spielen beide Bands auch das mit 60.000 Besuchern bis dahin größte Rockfestival Uruguays. Geschichte wird gemacht. Es geht voran!

“A Contraluz” heißt das dritte Album von LA VELA PUERCA, welches im Sommer 2005 in Europa veröffentlicht wird. LA VELA PUERCA präsentiert sich daraufhin als erste südamerikanische Band auf den Major Festivals Hurricane, Southside, Greenfield und Nova Rock Festival.

Im darauffolgenden Jahr spielen LA VELA PUERCA erneut eine Tour in Europa. Wieder stehen neben unzähligen Clubkonzerten die zu 90% alle ausverkauft sind, auch eine Menge Festivals an: Taubertal, Open Flair, Gampel Open Air, Chiemsee Reggae Festival, Mini Rock, Umsonst & Draussen Lindau… auf dem Tourplan.

Der Sommer 07 holt sie abermals auf das Hurricane, Southside und Greenfield Festival. Eine gute Gelegenheit einiges vom neuen Material des 4ten Albums “El Impulso” vorzustellen. Der Andrang bei den Shows ist riesig, die Stimmung gleicht der eines su?damerikanischen Fußballstadions, für Band und Fans ein beeindruckendes Erlebnis! Doch der Erfolg wächst nicht nur in Europa, auch in ihren Heimatgefilden sind LA VELA PUERCA ungebremst, Höhepunkte der Karriere sind auf jeden Fall die ersten eigenen Stadionshows der Band in Buenos Aires.

2009 und 2011 spielt die Band weitere Tourneen und arbeitet fieberhaft an ihrer ersten DVD, um endlich mit eigenen Worten die bandeigene Geschichte zu erzählen. „Normalmente Anormal“ nennen sie den Film. Treffender konnte der Titel nicht gewählt werden, um diesen permanenten Ausnahmezustand treffsicher zu benennen. Mit „Piel Y Hueso“ kommt nun das 5te reguläre Studioalbum. Zum ersten Mal veröffentlichen LA VELA PUERCA komplett über ihr eigenes Label Mi Semilla Records. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird das Album via Alive vertrieben. Einen Schritt den die Band als konsequenten versteht, um weitere Unabhängigkeit zu erlangen und um weiter unbeirrt den eigenen zufälligen Weg, fernab von nichtssagenden Business-, Marketing- und Promoplänen gehen zu können. Einen Weg den die Band bewusst ohne Facebook, Myspace, Twitter, u?bersteigerten Medienrummel und nun auch ohne der Universal geht.

Die Band ist in all den Jahren musikalisch gereift. Der leichtsinnige sommerliche Ska-Rock Sound hat sich gewandelt. Der Ska ist komplett dem Rock gewichen. Geblieben sind aber die unvergleichlichen Melodien, diese zuckersüße Melancholie und die große Ausstrahlung dieser Band.

Und auch Hymmnen findet man noch. Das Doppelalbum ist voll von eingängigen Melodien. „... Y Así Vivir“, „El Borde“, „No Se Sabe Por Que“ „Polidoro“ und vor allem die erste Single „Se Le Va“ sind unverwechselbare Beispiele dafu?r, dass das LA VELA PUERCA mit diesen unverkennbaren Stimmen der beiden Sänger Enano und Cebolla, den markanten Bläsersätzen, der treibenden Rhytmussektion und den druckvollen Gitarren auch weiterhin zu beeindrucken weiß, auch ohne die poetischen und wunderschönen Texte zu verstehen.

Für die Fans hat sich in all den Jahren jedoch eine Konstante aufgetan: jede Show von LA VELA PUERCA ist ein Wiedersehen und eine Party mit 8 guten alten Freunden aus Uruguay zugleich, es wird getanzt, gelacht, gefeiert! Und dazu wird man auf der kommenden Tour, die die Band unter anderem zum dritten mal auf das Greenfield, Hurricane, Southside Festival und erneut in das Vorprogramm der kommenden DIE ÄRZTE Tour leiten wird, genügend Gelegenheit haben.

Und was dann als nächstes passieren sollte, sehen wir einfach dann!

DER FALL BÖSE

Wo früher noch Horden von Gastmusikern mit eigenartigen Instrumenten im Aufenthaltsraum des „off ya tree-Studios“ anzutreffen waren, hörte man diesmal hauptsächlich laute Gitarren-Riffs und wütende Hooklines durch die Boxen dröhnen. „Treibstoff“ ist eindeutig aggressiver und weniger verspielt als seine Vorgänger. Es wird gerappt, gesungen, geschrien. Die Titel sind kürzer und auf den Punkt. Eher Rock als Funk, eher Led Zeppelin als James Brown. Einiges ist passiert in den letzten 3 Jahren seit der Veröffentlichung des Vorgängers „Hochverrat“, der nicht nur in der Regionalen Presse auf vielseitiges Interesse stiess. Die TV+Kino Spots einer Flensburger Brauerei, sowie die Verwertung einiger Titel im Hamburger Szene-Kinofilm „Süperseks“ (Peter Lohmeyer u.a), waren erst der Anfang. Darauf folgten zahlreiche Compilations, Radioeinsätze und ca 150 Live Auftritte in Clubs und auf Festivals. Die Wege führten auf Einladung u.a. nach Paris zu ARTE France für einen Auftritt in der Sendung „La Nuit“ und in 2007 sogar bis ans andere Ende der Welt nach Australien. Die gesamte Tour wurde von einem deutschen Kamerateam begleitet und somit jede Minute und jeder der über 8000 Kilometer durch Australien in einem viel zu kleinen Bus digital festgehalten. Der Tourfilm steht ebenfalls kurz vor der Fertigstellung. (Regie: Roman Schaible / Kamera: Timo Schwarz). Am 26. September erscheint nun die neue Platte der gnadenlosen Sieben. Der Fall Böse hat sich weiterentwickelt, sie sind NOCH besser geworden.
DER FALL BÖSE …greift wieder an!