THE ABYSSINIANS & BIG YOUTH
The Abyssinians gelten als eine der wichtigsten und spirituellsten Roots-Reggae-Gruppen, die Jamaika je hervorgebracht hat. Gegründet in den späten 1960er Jahren von Bernard Collins und Donald Manning, zu denen später Linford Manning (Donalds Bruder) stieß, definierten sie den Sound des "Roots" mit ihren einzigartigen Harmonien, tiefgründigen Rasta-Themen und hypnotischen Melodien. Ihr erster großer Erfolg war der Song "Satta Massagana", welcher sich schnell zu einer inoffiziellen Reggae-Hymne entwickelte und dessen Titel aus der äthiopischen Amharischen Sprache stammt und „gib Dank und Preis“ bedeutet. Nach mehreren Besetzungswechseln und einer Pause in den 1980er Jahren kehrten The Abyssinians mit Bernard Collins als Frontmann zurück und feierten Reunionen. Auch Jahrzehnte nach ihren ersten Aufnahmen gelten Konzerte der Abyssinians als seltene Gelegenheit, die wahre Essenz des Roots Reggae live zu erleben.
Big Youth ist einer der einflussreichsten und charismatischsten Reggae-Künstler, die aus der jamaikanischen Musikszene der 1970er Jahre hervorgegangen sind. Als Pionier des "Toasting" (Sprechgesang über Dub-Versionen) hat er maßgeblich dazu beigetragen, den Weg für die Entwicklung des modernen Dancehall und Hip-Hop zu ebnen. Sein Album Dread Locks Dread (1975) gilt als Meilenstein des Roots-Reggae und Toaster-Stils. Zusammen mit Produzenten wie Augustus Pablo und King Tubby schuf er Meisterwerke, die rohe Dub-Rhythmen mit seinem unverwechselbaren, rhythmischen Sprechgesang verbanden.
