CASS MCCOMBS
CASS MCCOMBS
Manchmal hat man das Gefühl, ein Künstler kommt erst richtig an, wenn er einen Umweg gemacht hat. Bei Cass McCombs ist das so. Der Mann, dessen Songs immer schon eine eigene Welt waren, hat im August 2025 sein fantastisches Doppel-Album „Interior Live Oak“ veröffentlicht und kommt damit nun endlich, fast ein Jahr später, auf Deutschland-Tour. Und die Platte ist genau das, was man von einem Doppelalbum will: konzentriert und trotzdem weit.
Dass er zurück bei Domino ist, seinem alten Label, bei dem er zwischen 2008 und 2013 schon seine Klassiker "Wit's End" und "Catacombs" veröffentlicht hat, das hat ihm wohl gutgetan. Es wirkt, als hätte er sich auf das Wesentliche besonnen. „Interior Live Oak“ kehrt zu den direkteren Songstrukturen seiner frühen Tage zurück. Und er hat seine Leute wieder dabei: Jason Quever von Papercuts und Chris Cohen. Das sind die, mit denen er früher die Songs schrieb, als noch alles am Anfang stand. Und das meiste wurde in Nordkalifornien aufgenommen, quasi daheim. Das spürt man: diese Erdung, diese Authentizität.
