Mo
12
May
2008
19:00
Doors
19:30
Start
MCT
präsentiert
Mon
12.05.
19:00
Doors
19:30
Start
Concert
19.00 €
Abendkasse
16.00 €
Vorverkauf
+ Geb

SOKO

Es gibt ja Künstler, die lieben das Ausweiden von Biographien. Da wird gesammelt, was das Zeug hält, Informationen in Hülle und Fülle, Bilderbücher und Zitatbeilagen. Und das alles, um am Ende mit reinem Gewissen und dem Gefühl der Schaffensfreudigkeit ins Bett zu gehen. Gibt es den Künstler/ die Band erst seit einem Jahr, scheiß drauf, es gibt immer einen unwichtigen Informationenkrimskrams, der unter die Leute gebracht werden muss. Das es auch anders geht zeigt uns Fräulein Soko: “YO, hum ... don't know what to say, i hate bio ! i have no life at all!” Und irgendwie hat die zierliche Pariserin damit auch recht. Vor allem wenn die Musik so herzlich und wunderbar ist, wie in diesem Fall. „Baby Cat“, „My Wet Dreams“, „I`ll Kill Her“. Mädchen untypische Lieder übers verlassen und verlassen werden. Charmant, kindlich naiv und mit diesem unverkennbaren französischem Akzent. Ach wie einem das Herz blutet. Begleitet wird Soko beim Hassen und Zuckerwatte verteilen an der Akustikgitarre, mal von sich selbst, mal von Freunden, aber immer Franc-Folk und wie das Frollein dennoch betont wissen möchte: Sie ist eine SOLOKÜNSTLERIN. Wieder finden kann man das Angepriesene auf der raren „I`ll Kill Her“-EP, die via Revolver auf den Markt gebracht wurde. Bei einem Label unterschrieben hat sie dennoch nicht, Stéphanie Sokolinski, die neben ihrem jetzigen musikalischen Erfolg auch noch Schauspielerin ist.

GUILLEMOTS

Fyfe Dangerfield hatte bereits einige Jahre Erfahrung im Musikgeschäft, als er im November 2004 die aktuelle Besetzung der Guillemots in London zusammensuchte. Der Name der Band leitet sich von der englischen Bezeichnung für eine Gruppe von Seevögeln (Trottellumme) ab. 2005 spielte die Band als Vorgruppe auf Rufus Wainwrights ausverkaufter Tournee durch Großbritannien und veröffentlichte ihre erste EP I Saw Such Things in My Sleep. Zwei weiteren EPs folgte im Juli 2006 das Album Through the Windowpane. Sowohl das Album als auch drei Singleauskopplungen konnten sich in den britischen Charts platzieren. Zwei Tourneen als Hauptact führten sie im April/Mai sowie Oktober/November 2006 durch Großbritannien. Die Songs werden bei Auftritten oft in geänderter Form gespielt. Bei einem Festival im Oktober 2006 wurden die Musiker bei einigen Liedern sogar von einem Orchester begleitet.

LONEY,DEAR

Euphorie. Verzweiflung. Es waren drei Wochen des Wahnsinns. Und Loney, Dear war der Soundtrack. Du bist geschwebt, du hast geheult, du hast getanzt, du warst am Ende. Und Loney, Dear war da. Hat deine Hand gehalten. Hat dich verstanden. Du fühltest dich, als hätte der schwedische Songwriter Emil Svanängen, der hinter Loney, Dear steckt, diese Platten nur für dich aufgenommen. Nur für diesen Moment. Für diesen Moment zwischen Euphorie und Verzweiflung. Der Refrain von “A Band” ging so weich rein. Diese Orgel streichelte dein kleines Herz. Du wusstest, etwas Großes würde passieren. Und es passierte. Dann die Tränen bei “I Am The Odd One”. Dieser kleine Chor der Verzweiflung. Diese getupften Klarinetten. Oder “In With The Arms” natürlich. “Keeping me calm like you do. I love you. I love you.” Zu “The City, The Airport” hast du die Faust nach oben gereckt, als du gerade dein weißes Hemd zum Ausgehen gebügelt hast. Hast lauthals die Zeilen mitgesungen: “I don’t want another life that’s killing me.” Bist durch die Sozialwohnung gesprungen. Wenn du nicht genug kriegst vom Leben, musst du dir den Rest eben holen. “I Am John” – eine Hymne an den Moment, die Liebe, den Wahnsinn. Mit trotzig-trauriger Bee-Gees-Stimme singt Emil: “I’ve got a feeling of you and we danced for so long, I want your arms around me like lovers do, and I’m never gonna let you down, never gonna let you down.” Träumen, tanzen, tumulten. Dann waren die drei Wochen vorbei. Eine kurze Umarmung zum Abschied. Loney, Dear singt dazu: “I will call you lover again.” Und während du sie im Arm hältst, möchtest du ihr ins Ohr flüstern: “Deine Arme halten etwas in ihren Händen – arme Vögel. Bleib gut mit den Armen.” Euphorie. Verzweiflung.

WHITE RABBITS

Die White Rabbits stammen aus Brooklyn, sind ganze sechs New Yorker. Zusammen bilden sie eine wahrhaftige Groove-Maschine auf 12 Beinen, die sich ihren Weg durch die Geschichte des Pop bahnt und ihre Instrumente spontan wählt, wie es ihr passt. Wie man es schon vermuten kann, wenn eine Band zwei Drummer zu ihren Mitgliedern zählt, geht es laut und äußerst rythmisch zu. „Fort Nightly“ heisst ihr Debütalbum und wurde auf thetripwire.com bereits zum besten Album des Jahres 2007 in den Vereinigten Staaten gewählt. White Rabbits stehen auf den Sound klassischer Songwriter vergangener Jahre, was durch einen der beiden Bonustracks noch verstärkt wird, der sich als RANDY NEWMAN Songperle entpuppt. Manche Zuhörer dürften sich bei den Klängen an Bands wie 10 CC, THE WALKMEN, BOW WOW WOW oder THE SPECIALS erinnert fühlen. In Deutschland erscheint das Album im März 2008 via Cargo Records.